Google-Suche: Zeit und CO2 sparen

Laut Konzernangaben verursacht eine einzige Suchanfrage bei Google im Durchschnitt 0,2 Gramm CO2. Das klingt im ersten Moment nicht sonderlich viel. Doch bei mindestens 2,5 Billionen Anfragen, die der Suchriese pro Jahr beantwortet, sind es plötzlich 500.000 Tonnen CO2. Doch wie lässt sich dem entgegenwirken?

Google hat sich selbst eine Klimaneutralität bis 2030 verordnet, setzt dabei aber auf lokal verfügbare Energien. Auch wenn der Konzern für seine Rechenzentren weltweit nur Öko-Strom einkauft, so erfolgt die Versorgung dennoch mit einem Strom-Mix. Nur mit einer eigenen Solaranlage auf dem Dach lässt sich tatsächlich von klimaneutralem Strom sprechen. Daher können sich Nutzer*innen auch nur bedingt auf die Klimaziel von Google stützen. Wer CO2 sparen will, muss ein Stück weit selbst aktiv werden – und wird dafür belohnt.

Nutzer*innen, die bei Google und Co. weniger Energie verbrauchen wollen, sollten Suchanfragen sparen. Das soll nicht bedeuten, dass Fragen ungeklärt bleiben. Vielmehr geht es darum, diese gleich so einzugeben, dass das richtige Ergebnis unter nur wenigen Optionen sofort zu finden ist. Damit sparen User nicht nur CO2 sondern selbst auch Zeit. Am besten gelingt das, wenn Suchoperatoren bzw. -parameter eingesetzt werden. BRANDLAUF hat jene Operatoren für Google in Übersicht gebracht, die im Marketing am meisten Einsatz finden:

„…“ – Phrasensuche

Eine Suche in Anführungszeichen zu setzen, ist eine zusätzliche Aufforderung für Suchmaschinen. Es sollen nur Ergebnisse angezeigt werden, bei denen genau diese Zeichenfolge zu finden ist. Der Unterschied wird anhand eines Beispiels deutlich:
Klimawandel Auswirkung bringt über 340.000 Ergebnisse
„Klimawandel Auswirkung“ erzielt nur noch 1.200 Treffer

AND or NOT – Boolesche Operatoren

Werden konkrete Begriffe innerhalb einer Suchphrase durch ein Minus oder Plus gekennzeichnet, muss Google diese zwingend ausschließen oder einbeziehen. Beispiel:
Klimawandel Auswirkung -global +Deutschland hat etwa 22.000 Treffer

ALLIN-Parameter

Google lässt sich auch auffordern, Keywords einer Suchanfrage nur in bestimmten Elementen von Websites zu suchen. Dazu gehören Website-Text, -Title und -URL:
allintext: Klimawandel Auswirkung ca. 290.000 Ergebnisse
allintitle: Klimawandel Auswirkung 228 Websites bei Google Search
allinurl: Klimawandel Auswirkung 183 Google-Treffer

Dateityp-Suche

Da Google neben Websites auch hinterlegte Dokumente crawlt, lassen sich diese in die Suche einbeziehen. Vielmehr können Suchanfragen auf bestimmte Dateiformate reduziert werden:
filetype:pdf Klimawandel Auswirkung nahezu 140.000 Suchergebnisse
filetype:doc Klimawandel Auswirkung 502 Treffer

Es gibt noch einige weitere Operatoren und Parameter, die allerdings weniger zur Präzision von Suchanfragen beitragen. Doch schon mit den hier aufgeführten, lässt sich so manche Zwischensuche auf dem Weg zum richtigen Ergebnis vermeiden.

Hintergrund zu diesem Beitrag:
Google Blog | Powering a Google search (2009; Google verweist auf diese Angaben bis heute)
Handelsblatt | Google will bis 2030 komplett auf CO2-freie Energie wechseln
Die hier aufgeführten Suchergebnisse zu den Beispielen wurden am 16.02.2021 aufgenommen.

Grafik: BRANDLAUF