Twitter testet eine bessere Bildvorschau

Eine kleine Gruppe von iOS- und Android-Benutzern testet derzeit ein neues Twitter-Feature. Das Netzwerk zeigt Nutzer*innen dabei eine genaue Vorschau vom geplanten Bild-Post.

Derzeit schneidet Twitter Bilder automatisch zu, um sie komprimiert in der Timeline anzuzeigen. Allerdings entscheidet dabei der Twitter-Algorithmus, welcher Teil eines Bildes im Netzwerk im Fokus steht. Dabei kam es zu einigen Irritationen. Denn der Algorithmus priorisierte zum Beispiel weiße Gesichter gegenüber farbigen – selbst wenn diese im Mittelpunkt eines Fotos stehen. Auch kommt es dazu, dass eben jene Bereiche einer Grafik ausgeblendet werden, um die eigentlich geht.

Nutzer*innen entscheiden über richtigen Fokus

Wie das Titelbild dieses Beitrags zeigt, will Twitter sich nun offensichtlich zu einer reichhaltigeren visuellen Plattform machen. Fotos, Bilder und Grafiken veröffentlichen Nutzer*innen angepasst und mit dem richtigen Fokus bald selbst. Das wirkt sich natürlich auf die Größe selbst aus und da hebt BRANDLAUF den Zeigefinger.

Wenn soziale Netzwerke große Bildformate anbieten, ergeben sich für das Marketing vielfältige Möglichkeiten. Denn Display-Kampagnen und Bild-Content erzielen viel Aufmerksamkeit. Doch dafür ist eine große Reichweite notwendig. Kampagnen müssen also viele Nutzer*innen sehen, um gewünschte Ziele zu erreichen. Bilder und Grafiken werden dabei immer wieder neu in die Feeds der User geladen.

Damit eine Kampagne oder viel gesehener Content nicht zum Datenmonster werden, komprimieren Netzwerke viele Grafiken bereits beim Upload. Dies verringert nicht nur die Downloadzeit bei den Nutzer*innen sondern außerdem auch den Energieverbrauch – und damit verbundene CO2-Emission. Um diesen Prozess zu unterstützen, werden Bildformate immer richtig zugeschnitten und komprimiert angeliefert. So lässt sich der Fokus eines Bildes nicht nur bei Twitter schon vorher selbst bestimmen.

Hintergrund zu diesem Beitrag:
TechCrunch | Twitter is testing better image previews and fewer cropped photos

Grafik: Twitter